Fotoshooting – Daniela Ingalls Photography https://www.danielaingalls.de Neugeborene Baby Fotografie für Raum Freising/Mainburg/Landshut. Nandlstadt, Deutschland Tue, 27 Feb 2018 16:01:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.3 Das zähe Flaschenmonster – Oder: Sei kreativ um kreativ zu sein von Daniela Ingalls Photography https://www.danielaingalls.de/2018/02/das-zaehe-flaschenmonster-oder-sei-kreativ-um-kreativ-zu-sein-von-daniela-ingalls-photography/ https://www.danielaingalls.de/2018/02/das-zaehe-flaschenmonster-oder-sei-kreativ-um-kreativ-zu-sein-von-daniela-ingalls-photography/#comments Tue, 27 Feb 2018 16:01:52 +0000 http://www.danielaingalls.de/?p=2642 Eigentlich wollte ich diese Woche einen Artikel über eine der letzten Fotosessions schreiben. Über die Familie, die mit dem neugeborene Baby und großen Bruder in mein Studio in Nandlstadt kam. Oder die Familie am See. Oder über eine Hochzeit, die ich neulich fotografierte. Die Fotos waren bereits herausgesucht. Willensstark und zäh der Widerhall durchs Treppenhaus:

„Mama, bauen wir ein Flaschenmonster… Flaschenmonster… Flaschenmonster?“

„Ja, das können wir später machen“, ist wohl die Antwort, die alle Eltern kennen. Normalerweise kann ich damit noch etwas Zeit herausschinden. Da ich oft von zuhause aus arbeite, habe ich den Vorteil, viel Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können. Allerdings auch den Nachteil, dass sie es manchmal nicht verstehen, wenn Mama keine Zeit hat.

„Wieso nicht jetzt – du bist doch da.“
„Weil Mama jetzt noch arbeitet.“ Ich wollte ja noch den Artikel fertig schreiben.
„ Gleich nach dem Frühstück, noch vor dem Kindergarten?“

Das Flaschenmonster war hartnäckig.

„Aber dann gleich nach dem Kindergarten?“
„Ja, heute nach dem Kindergarten“, sagte ich, heimlich hoffend, dass es bis dahin im Tagesstrudel vergessen wurde.

„Juhu, jetzt bauen wir das Flaschenmonster!“
Der Moment, wenn man sein Kind vom Kindergarten abholt, birgt immer Überraschungen.
Diesmal nicht.

Mit großen Augen sah sie mich erwartungsvoll an. Das ist Leben mit Kindern. Mir kommt ein Satz von Richard Lorenz in den Sinn. Er ist Buch und Drehbuch Autor, vor Kurzem habe ich einen seiner Kurse über Kreatives Schreiben besucht. „Manchmal hilft Ablenkung. Etwas komplett anderes machen, und später wieder weiterschreiben.“

„Na gut, dann bauen wir heute ein Flaschenmonster“ hörte ich mich sagen. Ich hatte keine Ahnung, wie so etwas aussieht. Die Google Suche brachte mich auch nicht weiter. Doch meine vierjährige Tochter wusste ganz genau, was gebraucht wurde: Plastik Flasche, Kleber, Eierkarton, Farben, Pinsel.

Wenn es eine Sache gibt, die ich nicht gut kann, ist es malen. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum mich die Fotografie immer fasziniert hat. In der Fotografie setzt man in Szene, was das Licht malt. Ich kann mir Dinge sehr gut räumlich vorstellen, aber Proportionen per Hand zu Papier bringen, ist für mich ein Graus.

Meine Vierjährige hatte damit kein Problem. Sie nahm den Pinsel in die Hand, und fing an. Sie hatte keine Scheu, verschiedenste Farben, eine nach der anderen, auf die Plastikflasche zu bringen. Sie dachte nicht darüber nach, sie machte einfach. Da machte es bei mir „klick“. Ich nahm den Pinsel und malte drauf los, ohne Rücksicht auf Kritik. Ohne darüber nachzudenken, ob es „gut genug“ war.

Vielleicht steht man sich manchmal ein wenig selbst im Weg. Kreativ sein heißt nicht, perfekt sein zu müssen. Wir müssen nicht immer erst in Google suchen, wenn wir eine Idee haben, und noch nicht wissen, wie wir sie umsetzen wollen. Meine Vierjährige hat mir an diesem Nachmittag gezeigt, wie leicht das sein kann.

Sich trauen, etwas zu tun, auch wenn man denkt man kann es nicht so gut. Einfach machen, es muss nicht perfekt sein, um schön zu sein. Gerade das Nicht-Perfekte gibt Persönlichkeit. Was am Ende zählt, ist, wie es entstanden ist, was man damit verbindet, mit wem man etwas erlebt hat.

Wenn ich mein Flaschenmonster so ansehe, denke ich an einen fröhlichen, gemeinsamen Nachmittag mit meiner Tochter. Wir haben viel gelacht, mit Farbe gepanscht und zusammen zwei Kunstwerke mit für uns unschätzbarem Wert geschaffen. „Mama, unsere Flaschenmonster sind die Schönsten auf der ganzen Welt.“

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Foto Homestory Baby Frieda & Schwester Emily von Daniela Ingalls Photography https://www.danielaingalls.de/2018/01/foto-homestory-baby-frieda-schwester-emily-von-daniela-ingalls-photography/ https://www.danielaingalls.de/2018/01/foto-homestory-baby-frieda-schwester-emily-von-daniela-ingalls-photography/#comments Tue, 09 Jan 2018 20:55:15 +0000 http://www.danielaingalls.de/?p=2539 Als Baby-, Kinder- und Familienfotografin begleite ich manche Familien durchs ganze Leben.

Als die kleine Frieda unterwegs war, waren wir alle aus dem Häuschen. Sie ist das zweite Kind von lieben Freunden, wir kennen uns inzwischen schon über 10 Jahre. Ich habe bereits die Verlobugs- und Hochzeitsfotos von den Beiden gemacht. Die Familie wohnt ca. 250 KM entfernt. Zu weit, um mit einem neugeborenen Baby in mein Studio in Nandlstadt zu kommen.

Ich beschloss, mich auf die Reise machen, sobald sie auf die Welt gekommen ist. Außerdem bekam ich so die Gelegenheit, die kleine Frieda ganz früh kennen zu lernen.

Bei der Auswahl an Requisiten und Farben ließen mir die Eltern komplett freie Hand. Da sich die Familie eine Fotowand für das Esszimmer wünschte, habe ich den Holzboden und die Wände vor Ort mit in die Bildgestaltung aufgenommen. Ich habe dabei auch den persönlichen Geschmack der Eltern berücksichtigt, denen der Mix von alt und modern sehr gut gefällt.

Eine Woche nach der Geburt war es so weit, ich packte einen großen Teil meiner Studioeinrichtung ins Auto. Studioblitz, Hintergründe, Stative, Posingbeanbag, Körbchen, Decken, Stirnbändchen, Tücher, um nur Einiges zu nennen… und natürlich die gesamte Camera-Ausrüstung.

Es war eine Herausforderung, aber ich habe alles untergekriegt.

Bei meinen lieben Freunden habe ich dann das kuschelig warme Wohnzimmer in ein Fotostudio verwandelt. Die kleine Frieda war die süßeste Maus. Ihre große Schwester Emily hat sie mir ganz stolz vorgestellt. Wir hatten einen ganz entspannten und romantischen Fotonachmittag.

Als die kleine Frieda zwischendurch eine Trinkpause machte, hatte ich Gelegenheit, ein paar Portraits von Emily zu machen. Im eigenen Studio fotografiere ich nur mit Blitz, hier habe ich zwischen Blitzlicht und natürlichem Licht abgewechselt.

Am Ende haben wir viele tolle Aufnahmen gemacht. Nach einigem Überlegen waren die Fotos für die Fotowand ausgewählt. Zum Einrichtungsstil passte am Besten etwas Natürliches, Rustikales.

Die Photoblocks aus Holz waren perfekt dafür. Sie werden in einer Manufaktur in den Niederlanden mit viel Liebe von Hand auf Holz gezogen und veredelt. Vor allem die runde Form hat den Eltern besonders gut gefallen. Für die Holzrahmen wird altes Holz wiederverwendet.

Jedes Mal, wenn die Vier zum gemeinsamen Essen zusammen kommen, blicken sie auf die schönsten Momente ihrer Familiengeschichte.

 

 

 

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